Aktuelles

Unsere Aktivitäten
2025
Der Arbeitskreis Qualitätssicherung traf sich anlässlich der DGL-Jahrestagung 2025 in Frankfurt am Main zu seiner jährlichen Sitzung.
Im vergangenen Jahr konnte die Arbeit des gemeinsamen Arbeitskreises von DGL und DWA zum Thema „Arbeitsschutz bei der gewässerbezogenen Freilandarbeit“ erfolgreich fortgesetzt werden. Nachdem dieser Arbeitskreis ein Seminarkonzept als Fortbildungsveranstaltung entwickelte, fand am 16. Mai 2025 ein „Webinar“ zur Einführung in die Inhalte des DWA-Merkblattes M 630 (Arbeitsschutz bei der gewässerbezogenen Freilandarbeit) statt. Diese online-Veranstaltung zählte 53 Teilnehmende. Ziele waren dabei die Darstellung der einzelnen enthaltenen Module des Merkblattes sowie Wege zur Erstellung einer Gefährdungsabschätzung.
Zur Zeit wird die Fortsetzung der Schulung erarbeitet. Auf vielfachen Wunsch sollen Einzelthemen des Merkblattes in Präsenzveranstaltungen angeboten werden. Über die Möglichkeiten der Durchführung solcher Präsenzveranstaltungen berät der gemeinsame DWA/DGL Arbeitskreis.
Der AK-Qualitätssicherung fasste bereits im September 2024 den Beschluss im Jahr 2025 eine Fortbildungsveranstaltung mit dem Schwerpunkt „Bootseinsatz für limnologische Arbeiten (Kentertraining)“ anzubieten. Dieser Beschluss wurde thematisch erweitert und umgesetzt. Eine Ergänzung zum Thema stellten der Einsatz, der Vergleich und die Interkalibrierung von Messgeräten dar, die von den Teilnehmenden regelmäßig eingesetzt werden. Die Besonderheit und damit die Attraktivität dieses Schulungskonzeptes wurde durch die Kombination der Themenbereiche Arbeitssicherheit und Interkalibrierung realisiert.
Am 26. und 27. 06. 2025 fand der Fortbildungskurs in Dobin am See - OT Retgendorf (Schweriner See) statt. Der Kurs war schon kurz nach der Ankündigung ausgebucht, und die bestehende Nachfrage lässt eine Wiederholung der Veranstaltung folgerichtig erscheinen. Auf Gewässern professionell ausgeführte Arbeiten ordnen sich in der Regel in die Richtlinien der DEGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V.) ein. Nach diesen Richtlinien müssen Situationen, für die eine persönliche Schutzausrüstung zur Lebenserhaltung (Schwimmweste, Rettungsausrüstung, etc.) vorgesehen ist, jährlich geübt werden. Solche Übungen zum sicheren Bootseinsatz wurden in Theorie und Praxis professionell vermittelt und angeleitet von Frau Dr. Birgitta Tremel (Light Bulb Moment gGmbH) und Herrn Rüdiger Kopplin (Bootsfahrschule Kopplin). Frau Dr. Tremel als ausgebildete Rettungsschwimmerin und Herr Kopplin als erfahrener Bootsfahrschullehrer konnten ein breites Spektrum von Sicherheitsfragen und Rettungsübungen auf Gewässern abdecken und vermitteln.
Zu den Lerninhalten zählten zunächst allgemeine Hinweise zum Arbeitsschutz bei der gewässerökologischen Freilandarbeit. Der Einsatz von Booten erfordert Kenntnisse in der Wetterkunde, um eine Einschätzung von Gefahrensituationen vornehmen zu können und daraus das Verhalten in Notsituationen abzuleiten. Diesem theoretischen Teil folgten praktische Übungen an Land mit Rettungsgeräten wie Wurfleine, Rettungsring, Rettungsgurt und Combi Carrier.
Später wurden auf dem Schweriner See die Übungen mit der persönlichen Schutzausrüstung (Rettungswesten, Rettungskragen, etc.) fortgesetzt und die gegenseitige Rettung aus dem Schweriner See nach einem „Mensch über Bord Ereignis“ praktiziert. Das „Über-Bord-gehen“ während eines Bootseinsatzes selbst zu erleben und in der eigenen Arbeitskleidung wieder ins Boot oder an das rettende Ufer zu gelangen ist eine wichtige Erfahrung, die den Blick auf Sicherheitsaspekte bei der limnologischen Arbeit schärft.

Darüber hinaus nutzten wir den Einsatz eines Fahrschulbootes für einen in-situ-Vergleich von Messsonden, die in der limnologischen Arbeit routinemäßig Verwendung finden. Die Teilnehmenden waren eingeladen ihre Messgeräte, Multiparametersonden, etc. sowie das erforderliche Zubehör mitzubringen und Tiefenprofile im See zu messen. Sowohl die Kalibrierung der Geräte, ihr praktischer Einsatz und die erhaltenen Messwerte wurden verglichen und diskutiert. Von besonderem Interesse war dabei der Erfahrungsaustausch zur jeweiligen technischen Ausrüstung sowie der praktischen Handhabung der Geräte und der gewonnenen Daten.
Der Arbeitskreis Qualitätssicherung zählt die Aktualisierung und Fortschreibung seiner Publikationen zu den regelmäßig durchzuführenden Tätigkeiten. Die „Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsanforderungen limnologisch tätiger Büros und Laboratorien“ wurden zuletzt 2025 aktualisiert. Vor allem die Literaturhinweise zur Bearbeitung der verschiedenen biologischen Gruppen bedürfen jedoch einer fortlaufenden Prüfung und Ergänzung. Im Februar 2026 konnte eine aktualisierte Fassung präsentiert werden.
Der AK-Qualitätssicherung lädt zur Mitarbeit an diesen Aktualisierungen ein. Limnologinnen und Limnologen mit taxonomischem Interesse sind aufgerufen, die Bestimmungsliteratur einzelner oder mehrerer floristischer und faunistischer Gruppen zu aktualisieren. Damit werden ein wichtiges Werkzeug und Arbeitsmittel für alle Kolleg:innen auf dem neuesten Stand verfügbar gehalten.
2024
Der Arbeitskreis Qualitätssicherung traf sich anlässlich der DGL-Jahrestagung 2024 in Dresden zu seiner jährlichen Sitzung.
Der Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres erstreckte sich vor allem auf die Aktivitäten des gemeinsamen Arbeitskreises von DGL und DWA zum Thema „Arbeitsschutz bei der gewässerbezogenen Freilandarbeit“. Dieser Arbeitskreis entwickelte ein Seminarkonzept als Fortbildungs-veranstaltung. Der modulare Aufbau der Seminare ermöglicht die Teilnahme an sechs Themenblöcken, die unterschiedliche Aspekte des Arbeitsschutzes beleuchten und die Erstellung von Gefährdungsabschätzungen erläutern. Die Inhalte der einzelnen Module wurden seit Sommer 2024 erarbeitet und zum Jahresanfang 2025 fertiggestellt. Das Seminarangebot soll als Webinar videogestützt angeboten werden. Die Ankündigung und Bewerbung der Seminar-Module erfolgen zu Beginn des Jahres 2025.
Die Teilnehmenden diskutierten in diesem Zusammenhang die unterschiedlichen Kostenstrukturen der DGL und des DWA bei Fortbildungsangeboten. Die Preise des DWA wurden dabei mehrheitlich als zu hoch bezeichnet. Dieser Punkt soll vom AK-Qualitätssicherung gegenüber dem DWA thematisiert werden.
Der AK-Qualitätssicherung fasste den Beschluss 2025 eine Fortbildungsveranstaltung mit dem Schwerpunkt „Bootseinsatz für limnologische Arbeiten (Kentertraining)“ anzubieten. Diese Schulung soll Sicherheitsaspekte bei der Bootsnutzung sowie den Einsatz und Vergleich von Messtechnik vermitteln (siehe unten).
Die „Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsanforderungen limnologisch tätiger Büros und Laboratorien“ wurden zuletzt 2024 aktualisiert. Vor allem die Literaturhinweise zur Bearbeitung der verschiedenen biologischen Gruppen bedürfen jedoch einer fortlaufenden Prüfung und Ergänzung.
Der AK-Qualitätssicherung lädt zur Mitarbeit an diesen Aktualisierungen ein. Limnologinnen und Limnologen mit taxonomischem Interesse sind aufgerufen, die Bestimmungsliteratur einzelner oder mehrerer floristischer und faunistischer Gruppen zu aktualisieren. Damit werden ein wichtiges Werkzeug und Arbeitsmittel für alle Kolleginnen und Kollegen auf dem neuesten Stand verfügbar gehalten.
Über Anregungen, Fragen, konstruktive Kritik und Mitwirkung im Arbeitskreis Qualitätssicherung freuen wir uns jederzeit!
2023
Der Arbeitskreis Qualitätssicherung traf sich anlässlich der DGL-Jahrestagung 2023 in Köln zu seiner jährlichen Sitzung.
Der Rückblick auf die Aktivitäten des vergangenen Jahres umfasste insbesondere die Bekanntmachung des DGL/DWA Merkblattes M-630 Arbeitsschutz bei der gewässerbezogenen Freilandarbeit sowie den Praxisworkshop zur Mess- und Probenahmetechnik auf dem Bodensee, der anlässlich der DGL-Jahrestagung 2022 in Konstanz durchgeführt wurde.
Eine wichtiges Element der Dienstleistungen des Arbeitskreises Qualitätssicherung für limnologische tätige Menschen, sind die „Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsanforderungen limnologisch tätiger Büros und Laboratorien“. Deren letzte gründliche Aktualisierung erfolgte im Jahr 2019. Neben den enthaltenen Literaturhinweisen für die einzelnen biologischen Gruppen, bedurften die Verweise auf die verfahrenspezifischen, relevanten europäischen und deutschen Normen einer Aktualisierung.
Diese Aktualiserungen wurden von Mitgliedern des Arbeitskreises vorgenommen, wofür an dieser Stelle ein herzlicher Dank auszusprechen ist. Die aktuelle Fassung der „Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsanforderungen limnologisch tätiger Büros und Laboratorien“ (Stand 2024) steht für alle interessierten Menschen bereit.
Der AK-Qualitätssicherung plant auf mehrfachen Wunsch die Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen für limnologisch aktive Kolleginnen und Kollegen. Dabei sollen zunächst die Themen Mess- und Probenahmetechnik sowie Sicherheitsaspekte beim Einsatz von Booten im Fokus stehen.
Die Fortbildungskurse werden in Zusammenarbeit mit der DWA geplant. Der AK-Qualitätssicherung kann gemeinsam mit der Arbeitsgruppe GB-1.9 "Arbeitsschutz bei der gewässerbezogenen Freilandarbeit" auf bereits vorhandene Logistik und Veranstaltungsorte zurückgreifen und damit die Durchführung der Kurse erheblich vereinfachen und effizienter gestalten.
Die gemeinsamen Arbeiten zur Gestaltung der Fortbildungsangebote beginnen in der ersten Märzwoche 2024
Die Fortbildungsangebote werden zu gegebener Zeit über die Mailing-Liste der DGL, die Internetseite sowie die Mitteilungen der DGL angekündigt. Der Arbeitskreis bittet um freundliche Beachtung der Informationen.
2022
Der Arbeitskreis Qualitätssicherung führte im Rahmen der DGL-Jahrestagung 2022 in Konstanz eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Tiefenprofilmessungen in stehenden Gewässern" durch.
Der AK QS konnte für diesen praxisnahen Kurs die Teilnahme und Unterstützung namhafter Herstellerfirmen, wie Hydro-Bios, Sea&Sun-Technologies und YSI gewinnen. Ein Ziel der Veranstaltung war es, einen Raum zur intensiven Kommunikation zwischen Anwendern und Herstellern über Anwendungsbereiche, Leistungsfähigkeiten und spezifische Merkmale von Mess- und Probenahmegeräten bereitzustellen.
Maßgebliche Unterstützung erhielt der AK QS von Prof. David Schleheck vom Institut für Limnologie an der Universität Konstanz, insbesondere durch die Bereitstellung des Forschungsschiffs "Lauterborn".
ie Schwerpunkte der Veranstaltung waren:
- der Einsatz von Messtechnik zur Erfassung biotischer (Chl.-a) und abiotischer Parameter (Feldparameter). Die Verwendung eigener Messgeräte ermöglichte dabei Vergleiche in der Kalibrierung, Messung, Datenerfassung, Probenahme, etc.
- Kalibrierung von Messgeräten
- Messgenauigkeit, Geschwindigkeit und Stabilität von Messgeräten/Sensoren
- Datenhaltung (Dokumentation) von Messwerten
- Aspekte der Qualitätssicherung
- Aspekte der Arbeitssicherheit
Es bestand die Möglichkeit, verschiedene Messgeräte, vor allem die eigenen, in der praktischen Anwendung zu erproben und zu vergleichen sowie technische Unterstützung in Problemfällen zu bekommen. In einem Seminarraum des Instituts für Limnologie wurden nach den Messungen auf dem Bodensee die Auswertungen der gewonnenen Daten vorgenommen.
Der AK QS bedankt sich bei allen Beteiligten und Unterstützern für diesen gelungenen Praxis-Kurs, der durch gutes Spätsommerwetter und das Panorama des Bodensees zusätzlich aufgewertet wurde.
Wir freuen uns stets über Anregungen, Kritik und tatkräftige Unterstützung zur Weiterentwicklung und Pflege der Projekte, über die aktuelle Informationen auf der Internetseite der DGL zu finden sind. Insbesondere sind hier die fortlaufende Aktualisierung der «Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsanforderungen limnologisch tätiger Büros und Laboratorien» sowie die Ausgestaltung des Qualitätssicherungs-Handbuches (QSH) zu nennen.
2021
Der Arbeitskreis Qualitätssicherung hat die "Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsstandards limnologisch tätiger Büros und Laboratorien“ (Stand 17.07.2021) aktualisiert und durch ein Qualitätssicherungs-Handbuch (QSH) ergänzt. Das QSH wurde 2018 dem Präsidium der DGL zur Prüfung, Stellungnahme und Freigabe vorgelegt.
Das DGL-Qualitätssicherungs-Handbuchs (QSH der DGL) wurde als dynamische Loseblattsammlung (living document) als Anlage zu den "Empfehlungen einheitlicher Qualitätsstandards" konzipiert:
- Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsstandards limnologisch tätiger Büros und Laboratorien (Stand 17.07.2021)
- Qualitätssicherungs-Handbuch (QSH) der DGL (verschiedene word-Dateien als zip-file)
- Erläuterungen zum QSH
- Ausgefüllte Muster des QSH (verschiedene pdf-Dateien als zip-file)
Die Loseblattsammlung an Arbeitsanweisungen (AA), Listen (LI) und Formblättern (FB) ergibt in ihrer Gesamtheit das Qualitätssicherungs-Handbuch der DGL. Es ist leicht und mit geringem Zeitaufwand auf die jeweiligen Bedürfnisse des Nutzers anzupassen. Alle Mustervorlagen enthalten Informationen zu Sinn und Handhabung und sind daher selbsterklärend.
Die Anwendung dieser „Minimalvariante“ gewährleistet die Dokumentation sowohl interner als auch externer Qualitätssicherungsmaßnahmen und erleichtert damit das Arbeiten.
Der AK QS empfiehlt folgende Vorgehensweise:
Im Firmen-/Büroprofil wird das Leistungsspektrum aufgeführt. Für alle verwendeten Methoden müssen entsprechende Arbeitsanweisungen erarbeitet werden. Beispielhaft enthält die Loseblattsammlung eine Arbeitsanweisung für die Untersuchung des Makrozoobenthos in Fließgewässern nach EU-Wasserrahmenrichtlinie. Die bürospezifischen Arbeitsanweisungen können kurz und knapp formuliert werden.
In einigen Mustervorlagen wie in der Arbeitsanweisung Probenkennzeichnung, in der Liste Messgeräte-Überwachung oder in der Liste Lagerbereiche sind Beispiele zum Führen dieser Dokumente bereits in „grüner“ Schrift eingetragen; bürospezifisch sind die Inhalte leicht anzupassen.
Außerdem sind folgende Dokumente sinnvoll, die nicht im QSH der DGL enthalten sind, da sie doch sehr individuell gestaltet werden:
- Bestimmungsliteratur
- Referenzen
- Checkliste Probenahme
- Feldprotokolle, Zählprotokolle
- Gesprächsprotokolle
- Tätigkeiten und Befugnisse der Mitarbeiter (sofern zutreffend)
- interne Audits (für Freiberufler nicht zutreffend)
Die Arbeitskreise Selbständige Limnologen und Qualitätssicherung rufen gemeinsam zur Nutzung und Umsetzung der "Empfehlungen" sowie des QSH auf. Unser Ziel ist es, ein DGL-eigenes Qualitätskriterium zu etablieren, das ohne die hohen Kosten der staatlichen Zertifizierungssysteme (DakkS) umzusetzen ist und von der Limnologengemeinschaft der DGL getragen wird.
Allen Interessierten steht es frei die «Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsanforderungen limnologisch tätiger Büros und Laboratorien» zusammen mit dem Qualitätssicherungs-Handbuch (QSH) anzuwenden und über die entsprechenden Erfahrungen zu berichten bzw. mit dem Arbeitskreis Qualitätssicherung in einen Erfahrungsaustausch einzutreten. Dies ist ein wichtiger Schritt im Zuge der Erprobung und Weiterentwicklung der qualitätssichernden Maßnahmen für limnologisch tätige Menschen. Die „Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsanforderungen limnologisch tätiger Büros und Laboratorien“ finden bei deutschen Behörden Beachtung und Verwendung.
Wesentlicher Beweggrund für die Entwicklung eines QSH ist, dass eine Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17025 organisatorisch und finanziell für Freiberufler und kleine Büros nicht zu leisten ist. Der DGL AK QS reagiert damit auf eine zukünftig zu erwartende Verpflichtung zur Akkreditierung und bietet die Grundlage für den Nachweis der fachlichen Kompetenz auf einem vergleichbaren Qualitätsniveau bei limnologischen Tätigkeiten.
Für die Zukunft erhofft sich der Arbeitskreis, dass der Verweis auf eingehaltene Qualitätssicherungsstandards nach dem QSH der DGL eine breite Akzeptanz finden und bei Auftraggebern posi-tiv anerkannt werden. Es ist geplant, potentielle Auftraggeber wie Landesämter, Senatsverwaltung etc. über das QSH der DGL zu informieren. Darüber hinaus bleiben die Aktualisierung und die Pflege der Materialien eine ständige Aufgabe des AK QS.
2020
Aktive Mitglieder des Arbeitskreises Qualitätssicherung trafen sich am 30. November 2020 zu einer elektronischen Arbeitskreissitzung. Die Sitzung fand als Videokonferenz (GoToMeeting) statt. Die dafür erforderliche elektronische Plattform wurde freundlicherweise von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) zur Verfügung gestellt. Gegenstand der Sitzung war der Gelbdruck des DWA/DGL Merkblattes "Arbeitsschutz bei der gewässerbezogenen Freilandarbeit“. Jürgen Bäthe stellte die Ergebnisse des gemeinsamen DWA/DGL-Arbeitskreises vor, der mit breiter Unterstützung des Präsidiums der DGL ins Leben gerufen wurde.
Der AK „Arbeitsschutz bei der gewässerbezogenen Freilandarbeit“ trat im September 2016 erstmals zusammen und legte im September 2020 die Ergebnisse zum Thema als gemeinsames Merkblatt von DWA und DGL vor. Dieses Merkblatt stand von Oktober 2020 bis Januar 2021 der Fachöffentlichkeit zur Kommentierung als Gelbdruck zur Verfügung. Die eingegangenen Kommentare werden seither bearbeitet und bei der Fertigstellung des endgültigen Textes berücksichtigt. Bis zum Sommer 2021 ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Drucklegung des Merkblattes zu erwarten. Im Rahmen der Arbeitskreissitzung stellte Jürgen Bäthe den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Inhalte des Gelbdruckes vor, wobei Sach- und Verständnisfragen diskutiert wurden.
Im Zusammenhang mit Diskussionen zum Anhang D des Gelbdruckes (Schulungen, Unterweisungen und Übungen) wurde der Wunsch nach dem Angebot von Schulungen geäußert. Schwerpunkte sollten hierbei Rettungsmaßnahmen bei Bootseinsätzen und Abseilübungen an Gewässern mit Steilufern sein. Der AK „Qualitätssicherung“ wird Möglichkeiten zur Veranstaltung solcher und ähnlicher Kurse prüfen und zu gegebener Zeit Informationen dazu bekanntgeben.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit plant der AK QS ein Informationsschreiben an Behörden, öffentliche Einrichtungen und weitere potenzielle Auftraggeber für limnologische Tätigkeiten zu versenden. Dieses Schreiben soll auf die Maßnahmen des DGL-AK zur Sicherstellung von Qualität, Kompetenz und Arbeitssicherheit im Rahmen limnologischer Tätigkeiten eingehen und diese publik machen. Das Informationsschreiben wird gemeinsam mit dem Arbeitskreis Selbständige Limnologen verfasst.
Wir freuen uns über Anregungen, Kritik und tatkräftige Unterstützung zur Weiterentwicklung und Pflege der Projekte des AK. Zu nennen sind hier insbesondere die fortlaufende Aktualisierung der «Empfehlungen zu Grundlagen einheitlicher Qualitätsanforderungen limnologisch tätiger Büros und Laboratorien» sowie die Ausgestaltung des Qualitätssicherungs-Handbuches (QSH).
